Van Dit un Dat un over Minsken un hör Wark in Ostfreesland. Aber ok 'n bietje Gedöns un Saken van Nahbers

Sonntag, 8. Januar 2012

Es lag kein Stein mehr auf dem anderen ...

Als Einstieg in das neue Jahr hat mir der ostfriesische Autor Johann Beerens wieder einen Auszug aus einem seiner Bücher geschickt.

Es handelt sich um einen fast 70 Jahre alten Brief aus seinem Buch „Arne auf der Suche nach Störtebekers Schatz“. Er lässt uns hautnah einen kleinen Augenblick Zeitgeschichte aus Emden miterleben.
Auch ich habe meine Eltern oft von diesem Tag, dem 6 September 1944, erzählen hören. Der Tag, an dem in einer halben Stunde das alte Emden fast völlig zerstört wurde und die meisten Emder alles verloren haben.

Wer überlebte besaß nicht mehr, als das, was er gerade bei sich trug. Diese Nacht hat sich tief in die Seelen der alten Emder gebrannt.



Blick v.alten Emder Rathaus v. d. 2. Weltkrieg - satzstudio roth
Blick vom neuen Emder Rathaus 2007 - satzstudio roth

Samstag, 24. Dezember 2011

Schöne Weihnachtstage

Bildquelle: uschi dreiucker  / pixelio.de
Ich bedanke mich für das Vertrauen,
die Unterstützung und Treue zu mir und meinem Unternehmen ganz herzlich bei meinen Freunden, Kollegen, Kolleginnen und Geschäftspartnern.


Ich wünsche allen auf diesem Wege ein frohes Weihnachtsfest, besinnliche Tage mit friedlichen Menschen, Zeit für einen Rückblick und das Entdecken neuer Ideen für zukünftige Projekte. 



Herzliche Grüße
Grete C. Roth

Sprachprofiling mit Prof. Dr. Raimund H. Drommel

Zum ersten Mal steht einer breiten Öffentlichkeit ein wissenschaftliches Werk zum Thema Sprachkriminalistik zur Verfügung:

 „Sprachwissenschaftliche Kriminalistik und Sprachprofiling“


Entwurf-Satz-Druck G. C. Söcker (vorm. Satzstudio Rotherstellte das Innenleben des neuen Buches von Prof. Dr. Raimund H. Drommel:


So wie Körpersprache bewusst trainiert werden kann, so dass sie Gesprochenes verstärkt, so kann Schrift und Sprache gezielt verfremdet werden, um falsche Fährten zu legen. Dennoch, auch mit einem guten Training, drücken sich Emotionen und Bildungsstand, Herkunft und Gesinnung, Alter und Geschlecht, sowohl in der feinsten Mimik der Körpersprache, wie auch in der geschriebenen Sprache aus. Geübte Analytiker lesen anonyme Schreiben – ob handschriftlich oder maschinell erstellt - wie ein offenes Buch.

Freitag, 9. Dezember 2011

Treffpunkt Ostfriesland - das Portal


Das neue Portal von Ostfriesen für Ostfriesen im World Wide Web.
Verfasst von dem Mitglied der Community „Treffpunkt Ostfriesland“: LarsL

Zur Anmeldung auf dem neuen Portal mit Forum:
Treffpunkt Ostfriesland kann man sich einen Nick Namen und ein Passwort aussuchen, aber auch eine Anmeldung über einen bestehenden Facebook Account ist möglich, was praktisch ist, da man sich nicht noch mehr Login Daten merken muss.

"Treffpunkt Ostfriesland" für alle Ostfrieslandfans
Das Design der Seite ist ansprechend und man findet sich auf Anhieb gut zurecht, es gibt Bereiche für alles, was das Herz begehrt, auf der Startseite gibt es einen Ticker in der Mitte und eine Shoutbox auf der rechten Seite, man kann also schon auf der Startseite einiges an Informationen erhalten, aber auch selber etwas zum Besten geben.

Freitag, 2. Dezember 2011

Das Tierheim platzt aus allen Nähten

Foto: Sylvia B.
Mit gemischten Gefühlen, habe ich heute einen ganzseitigen Artikel in der „Emder Zeitung“ gelesen. Vor allem Katzen kommen fast täglich neu im Emder Tierheim an.

Ohne Zweifel, ist es eine tolle Sache, wenn das Tierheim die Möglichkeit hat, all ihre Sorgenkinder mit Foto vorzustellen und so möglichst viele Menschen, die gern eine Katze haben möchten, erreichen kann.

Was mich an diesem Bericht irritiert, ist der Zeitpunkt, zu dem er erschienen ist. Drei Wochen vor Weihnachten.

Jahr für Jahr lesen wir von ausgesetzten Tieren, die zu Weihnachten verschenkt und ein halbes Jahr später zur Urlaubszeit irgendwo ausgesetzt werden. Jahr für Jahr wird eindringlich darauf hingewiesen, man möge bitte zu Weihnachten keine Tiere verschenken. Und jetzt erscheint drei Wochen vor Heiligabend der Hilferuf für die Katzen im Tierheim. Mir macht das Bauchschmerzen.

Montag, 21. November 2011

Drachen steigen lassen in Ostfriesland

Herbst – Zeit zum Drachensteigen.
Von Johann Beerens, Tergast


Es geht hinaus aufs Feld
Wenn das letzte Fuder Heu im Gulf lag, wenn der Wind über die Stoppel fegte, wenn die Kartoffelfeuer abgebrannt waren, wenn das Spielen draußen zu ungemütlich wurde, - dann besannen sich im Herbst die Jungen (manchmal auch Mädchen) auf ein beliebtes Spiel – den Drachen steigen lassen.

Selbstverständlich bastelte man ein solches Fliegzeug selbst. Eine alte Planke wurde entlang der gewachsenen Jahresringe gespalten. Das ergab zahlreiche, wenn auch manchmal krumme Leisten. Doch sie waren stabil und konnten schon einen ‚Absturz’ aushalten, ohne gleich zu Bruch zu gehen. Eine längere und eine etwas kürzere Leiste wurden zu einem Kreuz zusammengefügt (geklebt, gespiekert). Dabei war darauf zu achten, dass die kleinere Leiste gleichmäßig befestigt  war, es musste schön Waage bleiben.  Das Kreuz wurde mit einem dünnen Band – wenn man hatte Bohntjeband – umspannt. damit war das Drachengerüst fertig.

Sonntag, 6. November 2011

Martinisingen in Ostfriesland

Martini
Lücht mutt düster blieven
von Johann Beerens, Tergast

Jan un Hinnerk wassen an lehrn – neet för Meester, nee, dittmal gung dat um  Kipp-Kapp-Kögel-Leeder. Oma kunn de Versen all ut Kopp, bloot of un to muss se in’t Gesangbook kieken, wenn dat um de veerde of fiefde Stroph van ‚Een faste Börg is uns Gott’ gung.

Opa leep noch eenmal um Huus to. He harr de holten Breden för de Fensters sett un mit’n Latte fastkloppt. Dat was för den V’rdunkelung – dürs gien Lüchtschien na buten geraden. De engelse un amerikaanische Veermortorigen kunnen anners hör Weg na de groode Städen finnen of hör Bommen up Dörp smieten.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Dat eerste Mal - upschreven!

Eine Geschichte von Johann Beerens aus seinem Buch „21 Geschichten auf hoch un platt“

Dat eerste Mal - upschreven
Wo was dat nu ok noch man - dat eerste Mal? De eerste Duutje in Steenpattje of de eerste Zigarettje achter Diek? Dat eerste Mal Lievberöhren? - Nee, dat is to intim. Ik vertell mal, as ik to 't eerste Mal upschreven wuur. Achter uns de tweede bit veerde Schooljahr, un an anner Kant de Groten.
„Nu laat uns man unse Lüttjen mit 'n Leedje begröten,“ meent Kurt, so nömden de Groten hör Meester. De namm sien Violine ut 'n Kasten un gaff de Ton an. „Nee, Geerd, du bliffst still, du knuurst mi to leep,“ sä he un fung noch 'n Mal an to geigen.

Nu mussen wi Neijen vörsingen. De Wichter wussen wat van „Hänschen klein..“, Theo sung „Hoppe, hoppe Reiter ...“ un Hermann? Dat wee'k neet mehr. Mien Moeder harr mit mi övt „Kommt ein Vöglein geflogen..“, wat ik dann ok mit mien helle Kinnerstimm vördragen dä.
Wi wassen tosamen fief, de an disse Maandag in de enge Banken van uns lüttje School bi d' Kark to sitten kwemen. Lisa und Ida, de beide Wichter, an't Fenstersied. Theo, Hermann un ik an d' Middelgang bi d' Meester. Wi satten heel vörn.